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20.02.2006 |
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... sagte ein Bekannter von mir immer gerne, und leider hat er recht. Neulich hat es meine lokale Linuxbox erwischt. Von einer Minute zur anderen machte sie keinen Mucks mehr, fuhr nicht mehr hoch: Kein Lämpchen, kein Lüfter regte sich mehr. Betroffene Organe: Netzteil, Mainboard, Prozessor, Festplatte. Diagnose: Tot. Nun ja - immerhin war die Maschine drei Jahre lang im Dauerbetrieb durchgelaufen. Und wenigstens ist mit dem Totalverlust kein Hinscheiden wichtiger Daten zu beklagen. Den Trauerfall habe ich zum Anlass genommen, eine neue Maschine nun endlich mal mit Debian Sarge zu bestücken. Während das Hauptaugenmerk zwar auf den Serverdiensten liegt, wollte ich mich doch nun auch einmal näher mit dem Desktop beschäftigen. Insgesamt verlief die Installation etwas zwiespältig. Die Hardware-Erkennung ist gegenüber früher zwar wesentlich besser geworden, aber immer noch verbesserungswürdig. So prangte mir zunächst ein KDE mit grauenhaften Schriften entgegen. Die Frickelei an dieser Stelle umfasste die Installation etlicher weiterer Schriften, das manuelle Herausfinden des richtigen dpi-Wertes für meinen Bildschirm und das Nachtragen von 32 Bit Farbtiefe in der Konfigurationsdatei von Xfree86. Jetzt sieht es wenigstens so halbwegs ordentlich aus. Aber das kann man sicher besser lösen. Ganz anders dagegen das Aufsetzen der Serverdienste. Dank des genialen Paketmanagements von Debian waren mit wenigen apt-get-Befehlen Apache, MySQL und PHP fertig installiert und konfiguriert. Für das LAN beschleunigt ein Squid-Proxy mit Prefetch-Modul das Surfen nun ganz erheblich. Und mit Shorewall waren Routing und Firewall schnell und recht komfortabel eingerichtet. Man sieht bei Debian, worauf das Hauptaugenmerk liegt: Stabile Server-Verwaltung. Und da mein produktiver Webserver unter Debian läuft, gab es für die lokale Entwicklungsumgebung auch keine andere Wahl. Mit den GUI-Schwächen lebe ich vorerst. Hier ist das Aufwand-Nutzen-Verhältnis (hey, meine Zeit ist leider beschränkt) sicher noch deutlich steigerbar. Sagte ich schon, dass seit vorgestern eine meiner Windows-Büchsen so komisch riecht? Diagnose: Prozessor-Lüfter ... |
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20.02.2006 |
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In meinem letzten Artikel hatte ich über zwei wesentliche Bugfixes geschrieben, die in der kommenden Version (laut Rey Gigataras nur noch wenige Tage) zu erwarten sind. Wer noch Näheres darüber wissen möchten, kann ausführliche Informationen bei Steve Graham nachlesen, aus dessen Feder die Änderungen stammen. Weiterhin wird eine kleine Änderung in den Sprachdateien nötig sein: Der Eintrag DEFINE('_THANK_SUB_PUB','Thanks for your submission.'); wird hinzukommen. Und: Falls diesmal mit dem Update alles richtig funktioniert, sollte man mit der Umstellung nicht zu lange warten, denn mit 1.0.8 werden auch zwei mittelschwere Sicherheitslücken geschlossen. |
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14.02.2006 |
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Ärgernis Nummer 1: Die fehlerhafte Anzeige der Besucherzahl im Frontend. Dieser Bug zieht sich nun schon seit bestimmt drei Jahren durch die Entwicklung von Mambo und Joomla, und die Zahl der entsprechenden Anfragen in den Foren ist wahrscheinlich größer als die Zahl meiner grauen Haare. Mit Joomla 1.0.8 soll eine Änderung im Session-Handling erfolgen, wie Rey im neuen Developer-Portal schrieb. Auch Christian Hent hat ausführlich darüber berichtet. Damit könnte die leidige überhöhte Anzeige der Vergangenheit angehören. Mir hat es nie eingeleuchtet, dass die Sessions im Frontend anders behandelt werden als im Backend (wo die Zahl der aktiven Besucher korrekt angezeigt wird). Ärgernis Nummer 2: Seit der Version 1.0.5 berichten viele Anwender immer wieder von erheblichen Problemen bei eingeschaltetem SEF (suchmaschinenfreundliche URLs). Die damals eingebauten Änderungen in der .htaccess-Datei und der internen SEF-Behandlung sorgen immer wieder für Schwierigkeiten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Verhalten bei einem 404-Fehler, wenn eine URL nicht gefunden wird. Auch hier gibt es mit der neuen Version eine Überarbeitung, die Abhilfe schaffen soll. Beide Problemlösungen stammen übrigens von Mitgliedern der Community, wurden intensiv im Joomla-Forum diskutiert und von Rey nun für die neue Version aufgegriffen. Meine Blogfrequenz ist im Augenblick noch niedriger als normal - neben einem gesundheitlichen Durchhänger bin ich ziemlich tief in ein aktuelles Projekt abgetaucht. Deswegen nur noch ein kurzes Streiflicht: Vom Joomla-Magazin ist die zweite Ausgabe erhältlich. Sie hat mich etwas enttäuscht; ein separater Artikel dazu folgt bald. Lustig hingegen ist die inhaltslose Mail von der Letterman-Komponente auf joomla-magazin.de, die mich darüber in Kenntnis setzt, dass ich sie bekomme, weil ich mich für den Newsletter angemeldet hätte. Habe ich zwar nicht. Aber da der Newsletter sowieso komplett leer ist, ist das ja nicht weiter schlimm. :-) |
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07.02.2006 |
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So nannten wir die althergebrachte Briefpost abfällig, als wir uns in den achtziger und neunziger Jahren angewöhnten, via DFÜ über Kontinente hinweg zu kommunizieren. "Snail Mail" war plötzlich vollkommen out. "Netmail" oder gar "Crash Mail" stellte dagegen sicher, dass Mitteilungen im weltweiten Fido-Mailbox-Netzwerk den Empfänger in kürzester Zeit erreichten. Die Leitungskosten für solche Schnell-Nachrichten waren auch bei einer direkten Modemverbindung meist niedriger als das Briefporto. Zur Ehrenrettung der Post muss aber festgehalten werden, dass in den letzten - sagen wir mal - zehn Jahren die Zustellung von Sendungen sehr zuverlässig und schnell funktionierte. Ein Brief, an einem Tag irgendwo in Deutschland aufgegeben, war in der Regel am nächsten Tag beim Empfänger. Auch Pakete benötigten immer nur ein bis zwei Tage Laufzeit. In den letzten Monaten stelle ich jedoch eine drastische Verschlechterung fest. Zwei Beispiele: - Die c't lag normalerweise immer samstags in meinem Briefkasten. Aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt habe ich sie oft erst am Montag oder gar am Dienstag.
- Ein Brief, an einem Donnerstag vom Absender persönlich während der Schalter-Öffnungszeit bei einer Poststelle in Hannover abgegeben, erreicht mich erst am darauffolgenden Dienstag. Fünf Tage Laufzeit!
Und nein, das sind leider keine Einzelfälle mehr. Ständig kommt es zu solchen Verzögerungen - und hin und wieder auch zu Totalverlusten. Der Begriff "Schneckenpost" beginnt wieder in meinen Sprachgebrauch zu kriechen. Geht das nur mir so? Stehe ich bei der Post vielleicht in einem kleinen schwarzen Büchlein? Wie sind Eure Erfahrungen? |
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02.02.2006 |
Ryan Thrash, Projektleiter beim ambitionierten MODx CMS, hat eine neue Methode zum Erzeugen von Boxen mit abgerundeten Ecken mit Hilfe von CSS vorgestellt. Sie verzichtet auf die üblicherweise nötige Vielzahl von Bildern und benutzt als Ausgangspunkt ein einziges Bild. Ein sehr interessanter Ansatz! |
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27.01.2006 |
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Nic alias "vavroom" hatte bislang das Team Standards, Usability & Accessibility geleitet - eine Schlüsselposition, wenn es darum geht, bei Joomlas bekannten Schwachpunkten unter den Aspekten Tabellenfreiheit, Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit für Verbesserungen zu sorgen. Im Forum zeigte er sich immer als sehr offener, engagierter und kompetenter Diskussionspartner. Umso überraschender nun seine knappe gestrige Mitteilung: I am sad to let you all know that I handed in my resignation as a member of the Joomla! core team last week. The reasons for my departure are many, and at this point I am not prepared to say more than "I cannot compromise my ethics and principles anymore". [...] Die von Nic gewählte Formulierung lässt nichts Gutes ahnen. Vielleicht konnte er sich mit seinen Vorstellungen im Entwicklerteam nicht genügend Gehör verschaffen? Wie üblich wird von dessen Seite nicht weiter auf die Thematik eingegangen, aber auch die Reaktionen im Forum halten sich bislang in sehr engen Grenzen. |
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16.01.2006 |
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Ist der Nitsche jetzt bekloppt, fragt Ihr Euch angesichts dieser Überschrift? Durchaus nicht. Dem gestrigen Debakel lässt sich nämlich eine positive Seite abgewinnen. Die will ich hier beschreiben. Mittlerweile beruhigen sich die Gemüter allmählich wieder, und wir wollen noch einmal zusammenfassen, was gestern eigentlich passiert ist: - Zuerst kam eine Version 1.0.6 heraus. Das Archiv war, wie sich herausstellte, jedoch fehlerhaft gepackt. Es enthielt überzählige Verzeichnisse mit kryptischen Namen und bestand zum Teil aus Dateien mit Beta-Status. Es hatte Probleme mit dem Packaging des Archivs aus dem CVS gegeben.
- Rey zog diese Version wenige Minuten später wieder zurück und veröffentlichte kurz darauf eine neu zusammengestellte 1.0.6, die für den allgemeinen Download freigegeben wurde. Abermals nur wenige Minuten später hagelte es die ersten Hilferufe im Forum: Durch einen sehr schweren Bug wurde das Datenbankpasswort aus der configuration.php gelöscht.
- Rey veröffentlichte daraufhin eine korrigierte Version 1.0.7 und nahm die Schuld vollständig auf sich - er hatte in letzter Minute noch eine Code-Änderung durchgeführt, die dann nicht mehr getestet worden war. Diese Änderung hatte den Fehler verursacht.
Dieses Drama besteht nun insgesamt aus zwei Oopsies ("Oopsie" = Kann ja mal passieren) und einem sehr gravierenden Element. Diese sollten wir näher beleuchten. - Das Versagen des Packagers bei der ersten Version: Nicht so schlimm. Kommt mal vor.
- Der Programmierfehler von Rey: Nicht so schlimm. Kommt mal vor.
- Aber die Änderung ohne Test in ein Release zu packen, ist vollkommen unverständlich.
Wie bereits beschrieben: Rey hat die Verantwortung für den Fehler übernommen. Man muss ihm zugute halten, dass er an diesem Sonntag zweimal sehr schnell reagiert und Korrekturen bereitgestellt hat. Es zeigt sich aber auch symptomatisch, dass im Joomla-Entwicklerteam immer noch eine alles andere als professionelle Vorgehensweise betrieben wird. Der Begriff "Codefreeze" scheint dort nicht bekannt zu sein, genauso wenig wie der Begriff "Abnahme". Und genau deswegen ist es gut, dass das Pannen-Release 1.0.6 für Aufregung gesorgt hat. Hier wurde uns deutlicher als je zuvor vor Augen geführt, welche Auswirkungen eine derart unstrukturierte Vorgehensweise mit sich bringen kann. Das Entwicklerteam muss sich, will es sich nicht noch einmal bis auf die Knochen blamieren, zu einer besseren Systematik durchringen. Und das hat Rey nun auch angekündigt. Vielleicht gelingt es nun endlich, nachdem es schon vor Monaten entsprechende Absichtserklärungen gab. (Diese Erklärungen aus dem Sommer und eine Bilanz dazu werden bald Gegenstand eines weiteren Artikels sein.) Die Flucht nach vorne könnte diesmal tatsächlich in eine Qualitätsverbesserung münden. Für uns Anwender bleibt als Moral etwas, das eigentlich selbstverständlich ist und das ich immer wieder predige: - Updates niemals sofort auf produktiven Seiten einspielen. Never ever. Nie nicht.
- Immer Testinstallationen in einem extra Verzeichnis oder auf einem extra Rechner fahren.
- Backups machen. Backups machen. Backups machen.
Und eines sollte man nicht vergessen: Joomla kostet nichts, und die Reaktionszeit war in diesem Fall erheblich schneller, als man sich das bei jeglicher kommerzieller Software vorstellen kann. |
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