Posh: Eine Open-Source-Alternative zu Netvibes

poshVor einiger Zeit hatte ich über meine Unzufriedenheit mit Netvibes geschrieben. In der Zwischenzeit ist es den Betreibern von Netvibes gelungen, ihre Plattform einigermaßen zu stabilisieren. Trotzdem blieb für mich die Frage offen: Gibt es nicht etwas Vergleichbares, das man auf dem eigenen Server hosten kann?

Der hauptsächliche Einsatzzweck von Netvibes ist für mich das übersichtliche Zusammenführen vieler RSS-Feeds. Im Grunde brauche ich also einen RSS-Aggregator.

Allerdings wollte ich keine lokale Anwendung benutzen, da ich meine Feeds gerne auch auf unterschiedlichen Rechnern und unterwegs lese. Also sollte es eine web-basierte Lösung sein.

Da gibt es einige Tools im Open-Source-Bereich; in der letzten Zeit habe ich mir einige davon angesehen. Und nun bin ich – glaube ich – fündig geworden.

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Zieht sich Netvibes selbst den Stecker?

netvibesIch bin mittlerweile ein Fan von personalisierten Startseiten wie Netvibes oder Pageflakes. Sie können einen großen Effizienzschub geben. Zu Themen, für die man sich interessiert, lässt man sich die wichtigen Feeds anzeigen, ordnet das Ganze übersichtlich nach Tabs an, und hat damit einen schnellen Überblick, quasi eine Art "Cockpit" für Info-Junkies.

Irgendwie bin ich bei Netvibes hängengeblieben – für eine zentrale Sammelstelle muss man sich ja mal entscheiden. Und so lernte ich Netvibes im Laufe der Zeit immer mehr schätzen.

Was man sich dort nach dem Umstieg auf die Version "Ginger" allerdings leistet, belastet meine bisherige Liebesbeziehung zu Netvibes doch sehr.

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Auszeit

sonne
In den nächsten zwei bis drei Wochen wird auf diesem Blog nicht so viel passieren wie in der letzten Zeit. Diesmal mit Ansage, damit nicht wieder jemand weint. :)

Der Audi ist verkauft (danke für die guten Wünsche), mehrere umfangreiche und sehr zeitintensive private Angelegenheiten sind abgeschlossen. Jetzt ist es Zeit für la relaxación.

Danach geht es mit Klartext wieder weiter – selbstverständlich weiterhin kostenlos und tiefgründig recherchiert. :)

Top-gepflegter Audi A2 zu verkaufen

Update: Auto ist verkauft.

Ich verkaufe einen scheckheft-gepflegten Audi A2 mit folgenden Daten:

Baujahr: 04/2003

TÜV/AU: 04/2008

Farbe: silbermetallic

Leistung: 55 kW / 75 PS (1.4 l Benzinmotor)

km-Stand: nur 28.800

Ausstattung:

  • Advance-Paket
  • Servolenkung, ABS, ESP
  • Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung
  • Klima-Automatik
  • Nebelscheinwerfer
  • 5-Gang-Schaltgetriebe
  • Cassetten-Radio “Chorus”, Lautsprecher vorne und hinten
  • doppelter Gepäckraumboden
  • Leuchtweitenregulierung
  • el. Fensterheber vorn
  • 2 Schminkspiegel, 2 Getränkehalter, 2 Leseleuchten

Sommer- und Winterräder komplett

Audi A2, Bild 1 (anklicken zum Vergrößern) Audi A2, Bild 2 (anklicken zum Vergrößern) Audi A2, Bild 3 (anklicken zum Vergrößern)

Einer jener Tage

Der betagte Siphon an der Küchenspüle leckt und sorgt für Wasserstandsmeldungen an ungeahnter Stelle. Du hast dir einen neuen Siphon im Baumarkt geholt. Der wird nun heldenhaft eingebaut – nur um festzustellen, dass es einen Stau im Abflussrohr gibt – was wahrscheinlich die eigentliche Ursache für das Lecken war.

Es ist Samstag Nachmittag. Das Pfingstwochenende soll aber durchaus unter aktiver Einbeziehung der Küche verbracht werden – Spargel, Nudeln mit Gehacktem und Rinderhüftsteaks mit Kartoffeln und Salat stehen auf dem Programm. Da ist es nicht wirklich gut, wenn die Spüle nicht benutzbar ist – ganz zu schweigen davon, dass Du eventuell gar auf die Dienste der Spülmaschine verzichten müsstest.

Der eilig gerufene Abfluss-Notdienst fräst das Abflussrohr auf einer Länge von acht Metern wieder frei und verlangt – da Wochenende – ein Schweinegeld. Nun gut. Du zahlst. Kanal-Experten müssen auch leben. Der Abfluss geht wieder.

Anschließend soll die Sauerei in der Küche weg, zumindest erstmal die Schrapnell-Krümel auf dem Teppich. Der Staubsauger wird eingestöpselt, angeschaltet – und quittiert mit einem hässlichen Geräusch den Dienst. Du probierst eine Eingrenzung, indem Du den Staubsauger an diversen Steckdosen in Betrieb zu nehmen versuchst. Er ist stur und stellt sich weiterhin tot.

Du erstehst extrem kurz vor Ladenschluss einen fabrikneuen Staubsauger im örtlichen Elektronikmarkt. In der Folge gehen über der Mitte Deutschlands äußerst heftige Gewitter nieder. Du ziehst den Kopf ein.

Verwirrung um neue Pflichtangaben für E-Mails

Heise berichtet heute etwas reißerisch über die vermeintliche neue Abmahnfalle: Neue Regelungen zu Pflichtangaben im geschäftlichen Schriftverkehr (wozu E-Mails zählen) öffneten, so der Tenor, abmahnwütigen Anwälten Tür und Tor. Die Trollwiese ist bereits wieder in heller Aufregung.

Was der Artikel nicht so deutlich sagt, sind zweierlei Dinge:

  • Zum einen handelt es sich bei den Pflichtangaben nur um Selbstverständlichkeiten, die bei Firmen in der Regel ohnehin bereits in der Signatur stehen.
  • Zum anderen könnte der Eindruck entstehen, die bevorzugten Opfer der Bürokratie seien wieder einmal die Kleinen. Doch genau für diese (Einzelunternehmen, Nichtkaufleute, BGB-Gesellschaften) gilt lediglich die Pflicht, mit Vor- und Zunamen zu unterschreiben. Fertig, aus.

Wer es ganz genau wissen möchte, liest bei der Hamburger Handelskammer nach. Dort hat man sich die Mühe gemacht, alle Rechtsformen und Pflichtangaben säuberlich zusammenzustellen. 

Gnadenlose Effizienz bei der Deutschen Post

Wo ich heute gerade so schön in Fahrt bin, soll gleich auch ein anderes bekanntes Unternehmen noch ein klein wenig sein Fett weg bekommen.

Gestern liegt im strömenden Regen mitten in der Hofeinfahrt ein Briefumschlag. Zwar haben wir einen handelsüblichen Briefkasten an der Hauswand angebracht, aber vielleicht ist die Post ja mittlerweile dazu übergegangen, nach der Methode amerikanischer Zeitungszusteller zu arbeiten: Auf dem Fahrrad vorbeifahren und die Briefe beim Fahren nach links und rechts in die grobe Richtung des Empfängerhauses pfeffern. Das spart zweifellos Zeit und freut die Aktionäre.

Doch das ist noch gar nicht der Punkt. Auf den komme ich jetzt.

Offenbar ist manchen Mitarbeitern der Deutschen Post langweilig. Das klingt zwar nicht besonders logisch angesichts des Stellenabbaus der letzten Zeit, aber eine andere Erklärung habe ich nicht für diesen Vorgang.

Der besagte Brief trägt in klaren, deutlichen, mit schwarzem Kugelschreiber geschriebenen Buchstaben meine vollständige Anschrift – besser lesbar als bei vielen anderen Briefen, die mich erreichen. Unter anderem sind in etwa 1,5 cm hoher Schrift meine Postleitzahl und mein Wohnort korrekt aufgeführt. Der Regen hat der Lesbarkeit keinen Abbruch getan.

Es sind aber die Postleitzahl und die Hälfte des Wohnortes mit einem bedruckten Aufkleber folgenden Wortlautes überdeckt:

Sdg nachadressiert wg. unkorrekter Anschrift
Bitte Abs. verständigen! Deutsche Post / BZ 60
ersatzweise ermittelte Anschrift:

… und dann folgen auf diesem Aufkleber noch einmal Postleitzahl und Wohnort, und zwar genau in dem Wortlaut, wie sie der Absender auch ursprünglich auf den Brief geschrieben hatte.

Bitte? Was mag das Briefzentrum 60 der Deutschen Post wohl veranlassen, korrekte und klar leserliche Adressen mit identischen Angaben zu überkleben? Die Laufzeit des Briefes hat sich dadurch zudem um zwei Tage verzögert.

Ich ziehe demütig meinen Hut vor solch schneidiger Effizienz.

Formvollendetes Verhalten im Außendienst: Ein höfliches Nein und die Reaktion darauf

Das persönliche Auftreten von Außendienstmitarbeitern will gelernt sein. Höflich, respektvoll und zielführend soll es sein. Manchen ist es offenbar schon in die Wiege gelegt worden, anderen weniger: Letztere sollten dann entsprechende Kurse besuchen. Wohl jedes Unternehmen, das einen Vertrieb einsetzt, führt sie durch. Erfolgreich absolvierte Verkaufs- und Rhetorik-Schulungen gehören zum Grundrepertoire eines jeden Außendienst-Mitarbeiters.

Dachte ich.

Gestern jedoch schlug im Auftrag eines Tiefkühlkostunternehmens (das europaweit agiert und nach eigenen Angaben in Deutschland Marktführer ist) ein Exemplar in unserem Wohnort auf, das uns eines Besseren belehrte.

Normalerweise sind die Verkaufsfahrer dieses Unternehmens höflich. Sie klingeln an der Tür, fragen nett, ob sie denn den Katalog dalassen dürfen, und verabschieden sich wieder.

Nicht so dieser Herr.

Das Übergeben des Katalogs verlief noch nach bekanntem Schema. Dann eskalierte die Situation jedoch. Er hatte wohl gelernt, dass es verkäuferisch von Vorteil ist, sich mit dem potentiellen Kunden auf einen Termin für ein telefonisches Nachfassgespräch zu einigen. Diesen Termin aber wollte er dann um jeden Preis erzwingen.

Dafür war ihm fast jedes Mittel recht: Eine höfliche, aber unbestimmte Antwort (wer lässt sich schon gerne derart festnageln?) akzeptierte er nicht. Eine ebenso höfliche Aufforderung, bitte nun zu gehen, quittierte er damit, dass er einen Fuß in die Haustür stellte, um deren Schließen zu verhindern. Die Rückgabe des Kataloges mit der Bemerkung, angesichts solcher Umgangsformen sei das Interesse an einem Kauf der Produkte nun erloschen, wurde mit einem Wutausbruch und verbalen Entgleisungen in stark erhöhter Lautstärke beantwortet.

Liebes Tiefkühlkostunternehmen: Mit Aggressivität und einem Verhalten, das an Hausfriedensbruch grenzt, gewinnt man keine Kunden, man vergrault sie. Könnt Ihr das bitte Euren Fahrern noch einmal sagen, nur der Vollständigkeit halber? Und wir sind gespannt, ob das besagte Exemplar nach unserer telefonischen Beschwerde in unserer Gegend noch einmal auftauchen wird.

Elektronik stirbt schnell und lautlos

… sagte ein Bekannter von mir immer gerne, und leider hat er recht. Neulich hat es meine lokale Linuxbox erwischt.

Von einer Minute zur anderen machte sie keinen Mucks mehr, fuhr nicht mehr hoch: Kein Lämpchen, kein Lüfter regte sich mehr. Betroffene Organe: Netzteil, Mainboard, Prozessor, Festplatte. Diagnose: Tot. Nun ja – immerhin war die Maschine drei Jahre lang im Dauerbetrieb durchgelaufen. Und wenigstens ist mit dem Totalverlust kein Hinscheiden wichtiger Daten zu beklagen.

Den Trauerfall habe ich zum Anlass genommen, eine neue Maschine nun endlich mal mit Debian Sarge zu bestücken. Während das Hauptaugenmerk zwar auf den Serverdiensten liegt, wollte ich mich doch nun auch einmal näher mit dem Desktop beschäftigen. Insgesamt verlief die Installation etwas zwiespältig.

Die Hardware-Erkennung ist gegenüber früher zwar wesentlich besser geworden, aber immer noch verbesserungswürdig. So prangte mir zunächst ein KDE mit grauenhaften Schriften entgegen. Die Frickelei an dieser Stelle umfasste die Installation etlicher weiterer Schriften, das manuelle Herausfinden des richtigen dpi-Wertes für meinen Bildschirm und das Nachtragen von 32 Bit Farbtiefe in der Konfigurationsdatei von Xfree86. Jetzt sieht es wenigstens so halbwegs ordentlich aus. Aber das kann man sicher besser lösen.

Ganz anders dagegen das Aufsetzen der Serverdienste. Dank des genialen Paketmanagements von Debian waren mit wenigen apt-get-Befehlen Apache, MySQL und PHP fertig installiert und konfiguriert. Für das LAN beschleunigt ein Squid-Proxy mit Prefetch-Modul das Surfen nun ganz erheblich. Und mit Shorewall waren Routing und Firewall schnell und recht komfortabel eingerichtet.

Man sieht bei Debian, worauf das Hauptaugenmerk liegt: Stabile Server-Verwaltung. Und da mein produktiver Webserver unter Debian läuft, gab es für die lokale Entwicklungsumgebung auch keine andere Wahl. Mit den GUI-Schwächen lebe ich vorerst. Hier ist das Aufwand-Nutzen-Verhältnis (hey, meine Zeit ist leider beschränkt) sicher noch deutlich steigerbar.

Sagte ich schon, dass seit vorgestern eine meiner Windows-Büchsen so komisch riecht? Diagnose: Prozessor-Lüfter …

Schneckenpost

So nannten wir die althergebrachte Briefpost abfällig, als wir uns in den achtziger und neunziger Jahren angewöhnten, via DFÜ über Kontinente hinweg zu kommunizieren. "Snail Mail" war plötzlich vollkommen out. "Netmail" oder gar "Crash Mail" stellte dagegen sicher, dass Mitteilungen im weltweiten Fido-Mailbox-Netzwerk den Empfänger in kürzester Zeit erreichten. Die Leitungskosten für solche Schnell-Nachrichten waren auch bei einer direkten Modemverbindung meist niedriger als das Briefporto.

Zur Ehrenrettung der Post muss aber festgehalten werden, dass in den letzten – sagen wir mal – zehn Jahren die Zustellung von Sendungen sehr zuverlässig und schnell funktionierte. Ein Brief, an einem Tag irgendwo in Deutschland aufgegeben, war in der Regel am nächsten Tag beim Empfänger. Auch Pakete benötigten immer nur ein bis zwei Tage Laufzeit.

In den letzten Monaten stelle ich jedoch eine drastische Verschlechterung fest. Zwei Beispiele:

  • Die c’t lag normalerweise immer samstags in meinem Briefkasten. Aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt habe ich sie oft erst am Montag oder gar am Dienstag.
  • Ein Brief, an einem Donnerstag vom Absender persönlich während der Schalter-Öffnungszeit bei einer Poststelle in Hannover abgegeben, erreicht mich erst am darauffolgenden Dienstag. Fünf Tage Laufzeit!

Und nein, das sind leider keine Einzelfälle mehr. Ständig kommt es zu solchen Verzögerungen – und hin und wieder auch zu Totalverlusten. Der Begriff "Schneckenpost" beginnt wieder in meinen Sprachgebrauch zu kriechen.

Geht das nur mir so? Stehe ich bei der Post vielleicht in einem kleinen schwarzen Büchlein? Wie sind Eure Erfahrungen?