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10.07.2006 |
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Andrew Eddie hatte das Projekt Mambo nach dem Rücktritt des früheren Projektleiters Robert Castley übernommen und dann im letzten Jahr mit seinem Entwicklerteam durch den schweren Konflikt mit Miro gesteuert. Das Ergebnis war schließlich die Mambo-Weiterentwicklung Joomla, die derzeit in der Version 1.0.10 vorliegt. Parallel zum 1.0.x-Zweig wird seit längerem an der Version 1.5 gearbeitet. Am vergangenen Wochenende wurde diese für "feature complete" erklärt.
Just zu diesem Zeitpunkt wurde auf www.joomla.org ein Statement veröffentlicht, das Andrews Rücktritt von der Projektleitung bekanntgibt. Wer im zugehörigen Forum weiterliest, stellt fest, dass neben Andrew auch Mitch Pirtle und Arno Zijlstra sich zurückziehen.
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Weiterlesen: [Der Lotse geht von Bord]
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20.06.2006 |
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Wer Projekte wie ein Linkverzeichnis, eine Wissensdatenbank oder ähnliches mit Joomla aufbauen möchte, hat die Qual der Wahl. Da gibt es das sehr leistungsfähige und bewährte Mosets Tree, Phil Taylor's MosDirectory (beide kostenpflichtig), das für meine Begriffe sehr überladene Bookmarks und noch ein paar andere Komponenten. Eine besondere Perle in dieser Kategorie ist die OpenSource-Komponente AlphaContent. Sie greift auf die Sections und Categories von Joomla zu und benutzt diese Struktur, um verzeichnisartige Übersichten anzuzeigen. Zusätzlich können Artikel über einen Buchstabenindex angesteuert werden. Diese Komponente war genau das, was ich für eine in Entwicklung befindliche Microsite brauchte. Nur eines fehlte mir bislang: Eine echte Integration mit OpenSEF, die den Suchmaschinen zuliebe auch die komponenten-interne Navigation mit lesbaren URLs umsetzt. Eine kurze, freundliche Anfrage beim Entwickler Bernard Gilly führte tatsächlich dazu, dass dieser sich an die Arbeit machte, eine sef_ext.php für seine Komponente zu schreiben, die für die Benutzung mit SEF Advance und OpenSEF durchgängig logische, lesbare URLs erzeugt. Bernard und ich testeten das einige Tage lang, und nun ist soeben AlphaContent in der Version 2.1.9 freigegeben worden. Ein neuer Reiter namens "SEF" in der Administration ermöglicht es, das Verhalten von AlphaContent in bezug auf Suchmaschinenfreundlichkeit schön abzustimmen. AlphaContent ist für mich ein Musterbeispiel für eine qualitativ hochwertige und äußerst nützliche Komponente. Dass Bernard Gilly sein Produkt unter die GNU GPL gestellt hat, macht es darüber hinaus zu einer echten Community-Perle. Anschauen lohnt sich! Und wenn AlphaContent gefällt, so freut sich Bernard sehr über eine kleine Spende, die man ihm über den Paypal-Button auf seiner Website zukommen lassen kann. |
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06.06.2006 |
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Nach 99 Tagen des Wartens ist endlich ein offizielles Update erschienen. Viele Fehler wurden behoben, und die Performance wurde nochmals gesteigert. Durch das erstmalige Veröffentlichen von zwei Betaversionen scheint auch die Qualität diesmal in Ordnung zu sein. In den Foren werden bislang keine ernsthaften Probleme mit dem neuen Release gemeldet. Trotzdem gilt wie immer: Das Update erst auf einer Testinstallation überprüfen, bevor man es auf einer produktiven Website einsetzt. Und wer im "Who's online"-Modul eine Merkwürdigkeit feststellt (statt der Zahl der Besucher wird "$guest_array" ausgegeben), der sollte sich neue Sprachdateien besorgen, sobald sie verfügbar sind (zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht) - es gab dort eine kleine Änderung, die man sich zur Not aber aus der englischen Sprachdatei abschauen kann. Ich hatte bereits die Betas von 1.0.9 im Test. Mein Eindruck ist sehr positiv, von einer kleinen Absonderlichkeit im Zusammenhang mit statischem Content, der im Hauptmenü verlinkt ist, einmal abgesehen. Die lässt sich durch das Setzen des neuen Parameters "Use unique ItemID" in Menü-Einträgen jedoch beheben. Nach langer, langer Zeit scheint dies ein Release zu sein, auf das man tatsächlich upgraden kann, ohne größere Probleme befürchten zu müssen. Etliche meiner Sites laufen wegen der vielen Probleme in den letzten Versionen bewusst immer noch mit einer gepatchten 1.0.3, aber nun wohl nicht mehr lange. |
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31.05.2006 |
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Soeben wurde die voraussichtlich letzte öffentliche Beta vor dem Release 1.0.9 veröffentlicht. Bravo, Rey! Die neue Politik des breit angelegten Tests von Betas dürfte der Qualität der endgültigen Version diesmal zugute kommen. Wie bei meinem letzten diesbezüglichen Artikel gilt: Fehler in der neuen Beta 4 bitte im "Quality & Testing"-Forum melden bzw. im Bugtracker eintragen. |
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23.05.2006 |
Alle warten auf Joomla 1.5. Alle rufen nach Testversionen und Release-Terminen. Vermutlich die wenigsten wissen, was da auf sie zukommt. Denn eine Website auf Version 1.5 umzustellen, wird kein einfaches Ersetzen von Dateien bedeuten, wie es innerhalb der 1.0.x-Reihe möglich ist. Die Änderungen sind zu groß und umfassen auch das Herz einer jeden Joomla-Installation, die Datenbank. Die Entwickler empfehlen ausdrücklich eine Migration, und das bedeutet eine etwas aufwendigere Vorgehensweise: Die Website muss mit einer separaten Blanko-Installation von Joomla 1.5 komplett neu aufgebaut werden, Datenbankinhalte müssen konvertiert werden. Dabei soll eine spezielle Migrations-Komponente die Umstellung etwas komfortabler gestalten. Sie befindet sich derzeit in Entwicklung und soll den Daten-Export aus der alten Website vereinfachen. Diese Komponente wird in der alten Website installiert und sichert die MySQL-Inhalte. Während der Installationsroutine von Joomla 1.5 können die solchermaßen erzeugten Datenbank-Dateien eingelesen werden und werden dabei auf die neuen Strukturen angepasst. Auf diese Weise wird der Content übertragen. Auch Core-Module wandern als Kopie in die neue Installation, werden dort aber auf "Unveröffentlicht" gesetzt, da sie vermutlich Nacharbeit erfordern. Beim Import wird zudem die Menü-Verlinkung der alten Inhalte übernommen. So weit, so gut. An diesem Punkt wird es - je nach Umfang der bisherigen Installation - etwas anstrengender, denn eine Migration von Drittkomponenten wird durch die Migrationskomponente natürlich nicht durchgeführt. Die zugehörigen Datentabellen werden zwar beim Export mitgesichert, aber für die Installation einer 1.5-kompatiblen Version der betreffenden Komponenten und das Rücksichern der entsprechenden Daten ist man als Anwender selbst zuständig - ebenso wie für das Kopieren der externen Inhalte wie z.B. Bilder. Statt der halbautomatischen Vorgehensweise mit der oben beschriebenen Komponente kann man natürlich auch selbst den Datenexport durchführen, muss dabei aber auf Dinge wie z.B. Zeichensatzcodierung selbst achten. Wer jetzt an phpMyAdmin denkt, sei hiermit gebremst: Die Entwickler warnen ausdrücklich davor, für diese Aufgabe die Kombination aus MySQL 4.1 oder höher und phpMyAdmin in Versionen höher als 2.6 einzusetzen. Das ist auf vielen Shared-Hosts eine gängige Kombination, und deswegen müssen Betroffene in diesem Fall wohl auf die Migrations-Komponente zurückgreifen. Eine vernünftige Vorgehensweise sieht also folgendermaßen aus: Man richtet sich eine separate Installation von Joomla 1.5 ein. Das kann auf einem Testserver zuhause passieren (dabei benutzt man am besten die exakt gleichen Rahmenbedingungen des produktiven Webservers, also Betriebssystem-, Datenbank-, PHP- und Apache-Versionen beachten) oder in einem neuen Unterverzeichnis auf dem Webspace. Dann beginnt man in Ruhe mit dem Aufbau der neuen Version, bis man alles rekonstruiert hat. Schließlich "legt man den Schalter um", ersetzt also die alte Website durch die neue. Da dieses Vorgehen nicht ganz trivial ist und es sehr viele Joomla-User ohne jedes Grundlagenwissen gibt, wird die Migration sicherlich für einiges Aufsehen und viele Support-Anfragen sorgen. Das traue ich mich hier schon mal zu prophezeien - zumal es nicht für jede denkbare Konstellation ein Tutorial geben kann. Weitere Informationen dazu finden sich in englischer Sprache auf dem Developer-Portal. Eine erste Testversion der Migrations-Komponente kann hier heruntergeladen werden (dazu muss man im Forum angemeldet sein). |
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16.05.2006 |
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Es gibt anscheinend ein neues Release-Prozedere: Letzte Nacht hat Rey Gigataras eine Beta 2 für den allgemeinen Test veröffentlicht. Download Changelog Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei dieser Version um eine Betaversion handelt, die noch nicht auf produktiven Sites eingesetzt werden soll. Also denn mal ran an die Testserver. Update: So löblich das Bereitstellen einer öffentlichen Beta ist - es ergibt nur dann einen Sinn, wenn die Anwender intensiv testen und auftretende Fehler berichten. Für solche Reports gibt es auf forum.joomla.org das Unterforum "Quality & Testing" und auf der Forge den Bugtracker (dort ist ein Login erforderlich). Diese Möglichkeiten sollten genutzt werden, um dem Entwicklerteam ein Feedback über die Qualität zu geben. |
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