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Joomla-Projektleitung feuert zwei Workgroups
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Mister Wong
01.10.2007

Es war nur einen relativ lapidaren Blogeintrag von Louis Landry mit dem euphemistischen Titel Keeping it Simple wert, der im Team-Blog zudem sofort von einem weiteren Posting über ein Installationshandbuch vom obersten Platz verdrängt wurde:

Die Joomla-Arbeitsgruppen "Quality & Testing" und "Design & Accessibility" wurden vergangenen Donnerstag aufgelöst. Dies geschah offenbar ohne vorherige Mitteilung an die Mitglieder dieser Arbeitsgruppen, auch die zugehörigen Forenrubriken wurden sofort geschlossen. Die Begründung dafür ist interessant.

Louis schreibt, die bisherige Vorgehensweise bei der Tätigkeit des Q&T-Teams habe zu vermehrtem Arbeitsaufkommen und Frustration geführt und die Weiterentwicklung der Version 1.5 behindert.

Um die Arbeit zu reduzieren (" to ... take the work out of producing Joomla"), löse man das Q&T-Team nun auf. Die bisherige Arbeit sei ohnehin nur von ein, zwei Personen geleistet worden, der Rest sei untätig gewesen. Die verbliebenen noch aktiven Mitglieder sollen aufgefordert werden, in das Development-Team zu wechseln.

Ähnliche Inaktivität und mangelnde Kommunikation sei beim D&A-Team zu verzeichnen, deswegen werde es ebenfalls aufgelöst. Dies alles diene der Vereinfachung von Prozessen.

Aus meiner Sicht sind das zwei gravierende Fehlentscheidungen, die ein weiteres Mal zeigen, wie es um die derzeitige Projektleitung von Joomla bestellt ist.

  • Die Pflege und Weiterentwicklung der Serie 1.0.x von Joomla oblag bislang dem Q&T-Team. (Inwieweit diese Aufgabe dort nicht auch von vornherein "fachfremd" angesiedelt war, darf gerne diskutiert werden.) Das Development-Team muss sich nach der Auflösung des Q&T-Teams nun auch um darum kümmern. Ob es das mit der gebotenen Sorgfalt tun wird - und ob überhaupt -, wage ich zu bezweifeln angesichts des gewaltigen Drucks, endlich die ewige Vaporware Joomla 1.5 herauszubringen, der auf den Schultern der Entwickler lastet.
  • Jeder, der sich in größeren Projektumfeldern auskennt, weiß, dass Qualitätssicherung betrieben werden muss - und zwar tunlichst von Personen, die nicht direkt in die Software-Entwicklung involviert sind. Louis schreibt bezeichnenderweise nicht ein Wort darüber, wie er sich die künftige QS vorstellt, und mein Verdacht ist es deswegen, dass das Core-Team dafür auch keine Pläne hat. Bugs werden künftig wohl ausschließlich von den Nutzern gefunden werden müssen, die Qualität der Releases wird noch weiter absinken.
  • Die Auflösung des "Design & Accessibility"-Teams ist eine weitere Offenbarung. Eine der bekanntesten und am häufigsten bemängelten Schwächen von Joomla ist die nicht barrierearme Ausgabe des generierten HTML-Codes. Nach über zwei Jahren Projektdauer findet sich auf der Domain joomla.org immer noch dieses Accessibility Statement, das einem Eingeständnis des eigenen Versagens gleichkommt.
    In der Version 1.5 wird es nun endlich möglich sein, barrierearmen Output zu erzeugen - aber nur im Frontend-Template, nicht in der Administration.
    Den Löwenanteil der Arbeit für ein beispielhaftes barrierearmes Joomla-Template haben die D&A-Mitglieder Robert Deutz und Angie Radtke mit ihrem Template Beez geleistet. (Auch wenn es nicht gerade Schönheitswettbewerbe gewinnt, zeigt es auf, wie barrierearme Frontends umgesetzt werden können.)
    Nach erfolgter Fertigstellung dürfen sie nun gehen, Aspekte der Barrierearmut sollen künftig ebenfalls im Development-Team berücksichtigt werden.

Die Kommentare zu Louis' Post beinhalten - neben der immer gleichen unreflektierten Bejubelung der "Community" durch die üblichen Verdächtigen - auch durchaus kritische Stimmen. Ändern werden diese sicherlich nichts.

Ein weiteres Mal geht die Joomla-Projektleitung den falschen Weg:

  • Statt ein - wenig aktives - Q&T-Team aufzulösen, hätte man besser neue Mitglieder geworben und endlich denen gegenüber ein klein wenig Anerkennung gezeigt, die durch das Beisteuern von Bugfixes und Verbesserungen dafür sorgen, dass die Stabilität des Codes steigt.
  • Statt ein - aktives - D&A-Team aufzulösen, hätte man mutig den nächsten Schritt gehen und Barrierearmut auch für den Administrationsbereich vorbereiten können.

Ich halte das für einen doppelten Knieschuss, der dem Projekt Joomla sehr abträglich sein wird. Wie ist Eure Meinung?

Kommentare (12)Add Comment
Danke
geschrieben von Marko Master, 01.10.2007
Danke für den Artikel. Da bin ich ja nun mal gespannt wie es weiter geht...denn das könnte mal wieder einen Schritt rückwärts für Joomla bedeuten. Oder sie haben wirklich andere Pläne wie sie das alles noch hinbiegen wollen....mal sehen wie es weiter geht...damit könnte Mambo wieder neue Entwickler gewinnen....Denn Robert Deutz und Angie Radtke wären doch auch für die Entwickler von Mambo ein grosses Zugpferd, durch ihre Kenntnisse würden sie vielleicht auch wieder ganz viele User mitnehmen...vorstellbar ist irgendwie alles...


Mfg Marko Master
Kommunikation ist ein Fremdwort
geschrieben von Sören, 01.10.2007
Dass das Joomla! Projektteam aus nur wenigen Entwicklern besteht, ist ja kein Geheimnis. Merkwürdig ist nur, dass die Kommunikation zwischen dem Core Team und den anderen Teams mangelhaft ist und war.
Da ich im Q&T Team war, bin ich von dieser plötzlichen Entscheidung auch persönlich betroffen. Ich kann bestätigen, dass vorher nicht einmal der Versuch unternommen wurde, das seit ca. 6 Wochen eingeschlafene Q&T Team wieder zum Leben zu erwecken. Man gewinnt das Gefühl, dass das Core Team ein geschlossener, elitärer Kreis ist, der unabhängig von der Community agiert und willkürlich Entscheidungen trifft. Denn selbst trotz Mitarbeit im Q&T Team war es trotz der Intervention von Beat (CB Team) und mir nicht möglich, das katastrophale und immernoch ungefixte Joomla! 1.0.13 zu verhindern.

Anderorts tut das Core Team so, als würde die Community das *wichtigste* Gut überhaupt zu sein. Obgleich das tatsächlich so sein mag, lassen aber die grobmotorischen Rundumschläge wie die GPL-Debatte, das damit verbundene verheimlichte Gegangenwerden von Marko Schmuck (der trotz Mitgliedschaft im Core Team dort gegen eine Mauer angeredet hat) und die jetzige Team-Entbindung dass Vertrauen in die Fähigkeiten des Joomla! Projektteams immer weiter sinken.

Die Entbindung des Teams wird wohl kaum - da kann ich Klaus absolut zustimmen - die Arbeit an Joomla! 1.5 beschleunigen oder dessen Qualität verbessern.

Was allerdings immer wieder zu lustig ist: die "unreflektierte Bejubelung" aller Beiträge durch die üblichen Verdächtigen aus der Community. Vielen Nutzern ist es durch die einseitige und völlig unkritische Bericherstattung im Workgroups-Blog nicht möglich, hinter die Kulissen des Projekts zu schauen...
Jubelperser an die (Joomla-)Macht
geschrieben von Stephan, 01.10.2007
Ist doch eigentlich logisch: Joomla ist so "powerful", dass es keiner Qualitätskontrolle bedarf. Wer anderes behauptet, wird mit TYPO3 nicht unter drei Jahren bestraft. smilies/grin.gif
Ich verfolge ja gelegentlich den Werdegang von Joomla und dessen Community in den üblichen Tickern und was man so von anderen Kreisen mitbekommt und mich wundert es immer mehr, warum manche trotz der Vorkommnisse (eigentlich seit Entstehen von Joomla) diesem "CMS" die Stange halten. Innovation gab es seit Mambo 4.5 nicht mehr und die User werden mit immer weiteren Versprechen an der kurzen Leine gehalten.

Klaus: Dein Captcha ist sowas von unleserlich... Hab jetzt 6 Versuche gebraucht. smilies/smiley.gif
Knurrrrrrrrrrrrrrr......
geschrieben von Sam Fisher, 01.10.2007
Hallo!
Ich glaube ich muss kotzen. Das darf doch wohl nich war sein. Ich habe den Artikel jetzt 3 mal gelesen und starre noch immer fassungslos auf den Bildschrim. Wenn heute der 1 April wäre würde ich das als einen Dummen Scherz abtun, aber leider verrät mir ein Blick in meine Taskleiste etwas anderes. 1. Oktober 2007. Verlegen

Irgend wie begreife ich das nicht ganz. Warum können die einfach 2 ganze Teams feuern? Wer bestimmt so was? Louis Landry allein kann das doch nicht einfach so sagen, oder?

Außerdem verstehe ich den Grund nicht ganz. Klar ist das Qualitätssicherungs-Team eingeschlafen. Was sollen die den prüfen wenn das Core Team wegen der Zahlreichen Reisen und Joomla-Days nicht zum Programmieren kommt? Außerdem, was sollen die sagen? Alles Buggy hier oder wie? Die können doch nicht sauer auf das Qualitätssicherungsteam sein nur weil es seine Arbeit macht.

Ich habe in der Schule ja nur ein Wenig Projektmanagement, aber so weit ich weiß geht es ohne eine Qualitätspüfung nicht. Selbst meine Feuerwehrseite wurde von ein paar Freunden auf Fehler überprüft.

Das dass Core Team auf das Design Team etwas sauer ist, kann ich sogar noch etwas nachvollziehen, denn wenn die es nicht schaffen Joomla 1.5 nach der Beta 1, RC1 und RC2 das Front-End nicht valide zu bekommen ist das echt etwas schwach. Aber das könnte auch an den generierten Code der Componenten liegen. (Kommentar: Wenn man alle Module deaktiviert, ist das Template valide!!!)

Für mich ist das eine riesige Schweinerei und ich bin richtig sauer auf das Core Team. (Was heißt eigentlich core Team, das sind doch eh nur noch 3 Leute. Mehr auf keinen Fall)

Nach dieser Meldung kann man jetzt ja laut überalternativen Nachdenken. Was gibt es noch für CMS'e? Falls wer von euch eines kennt, bitte postet mal ein paar Links. Denn 1 will ich das das Core Team jetzt mal etwas ins schwitzen kommt und 2 interresiert es mich echt was es da noch so alles gibt.

Denn wie der eine in dem Blog schon geschrieben hat:

Ist doch eigentlich logisch: Joomla ist so "powerful", dass es keiner Qualitätskontrolle bedarf. Wer anderes behauptet, wird mit TYPO3 nicht unter drei Jahren bestraft.



Das klingt vieleicht komisch, aber Typo3 ist echt eine harte Nummer. Vor allem wegen TypoScript.

Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

Gruß aus Österreich und einen seeeeeehr bösen Blick ins Core Team.
Sam
...
geschrieben von Stephan, 02.10.2007
Nach dieser Meldung kann man jetzt ja laut überalternativen Nachdenken. Was gibt es noch für CMS'e?
http://www.cmsmatrix.org/
Viel Spaß beim Forschen. Welche Anforderungen soll das CMS denn erfüllen? Vielleicht kann man über diese Schiene eine bessere Auswahl treffen, denn jedes CMS unterscheidet sich doch recht stark vom Anderen.

Das klingt vieleicht komisch, aber Typo3 ist echt eine harte Nummer. Vor allem wegen TypoScript.
Ich frage mich immer wieder, warum sich dieses Vorurteil in den Köpfen hält. Typoscript ist keine eigene Programmiersprache, sondern nichts weiter als Wertezuweisungen. Vergleichbar mit der Registry unter Windowssystemen. Nichts weiter.
Klar erfordert es etwas Umdenken und Einarbeitung, aber das wird man bei jedem System haben. Auch erfüllt TYPO3 nicht alle Anforderungen, für "normale" Websites und kleinere Portale aber auf jeden Fall einen Blick wert. Wer aber auf CBE und Fun-Portale steht, ist mit diesem System schlecht beraten und sollte sich nach spezieller Software umschauen. Vorteil der TYPO3-Community scheint aber deren Standhaftigkeit zu sein, die selbst nach dem "Weggang" von Urvater Kaspar Skårhøj nicht erschüttert wurde. Und ein Quality-Team gibts auch... smilies/wink.gif

So wie die Leitung des Joomlateams aber mit der mittlerweile doch stark aufgekeimten Kritik umgeht, bewahrheiten sich meine Unkenrufe von vor knapp zwei Jahren doch recht stark. Schade um ein Stück Software, das eigentlich recht viel Potential zu mehr mit sich gebracht hat. Getan hat sich seit der Entstehung von Joomla rein gar nichts. Bug- und Securityfixing zähle ich nicht zu einer Weiterentwicklung.
Passt wie die Faust aufs Auge ...
geschrieben von Admin, 02.10.2007
... dass bei Mambo heute ein Artikel über Quality Assurance deren Wichtigkeit herausstreicht.

@Sören: Danke für den Einblick.

@Stephan: Werde es mal beim Entwickler anmäkeln, das Captcha hat schon diverse Evolutionsphasen hinter sich. smilies/wink.gif
rutscht mir doch den puckel runter
geschrieben von Robert Deutz, 02.10.2007
In der letzten Zeit hat es ja schon einige Schoten gegeben, aber bei dieser Massnahme habe ich auch einige Zeit nur Fassungslos und ungläubig da gestanden.

Mich stört dabei nicht, dass ich nun nicht mehr Work Group Member bin. Mich stört aber gewaltig, das die Gruppe mit der Begründung "Untätigkeit" geschlossen wurde. Ich habe das ja schon geschrieben, die Entwicklung des Beez-Templates hat Angie und mich mindestens 3 Wochen Arbeitszeit gekostet. Und das ist nur die Zeit bis zum ersten einchecken. Es gab also bei der Schließung der D&A WG durchaus Anlass zu einer differenzierten Betrachtung.

Darüber hinaus ist es doch wohl nichts anderes als eine Frechheit, das einfach in einer Nacht und Nebel Aktion zu machen. Selbst Britney schreibt noch ne SMS.

Soweit so schlecht, es fehlt also an Sozialer Kompetenz, ohne Zweifel. Dazu kommt auch noch die anscheinend nicht vorhandene Kompetenz in den Bereichen Projekt-Management und Softwareentwicklung. Nicht jeder der PHP fehlerfrei schreiben kann, kann auch Webanwendungen entwickeln. Developer sind extrem schlecht geeignet, die eigene Software zu testen, man kommt selber gar nicht auf die Ideen die ein unbedarfter Anwender hat.

Das was Sören bzgl. 1.0.13 geschrieben hat, kann ich nur bestätigen. Das Core-Team hat auch oft nicht auf die WG gehört. Ich habe vor Monaten in dem interen D&A Forum einen Vorschlag für das "READ-MORE" Problem gemacht, bis zur Schließung des Forums keine Reaktion, obwohl man genau meine Lösung umgesetzt hat. Dazu sollte man wissen das Johan der WG-Leader war, aber den konnte man ja nicht wegen Untätigkeit raus schmeissen.
noch etwas zum Thema kommunikation
geschrieben von Robert Deutz, 02.10.2007
Die Veröffentlichung meines Kommentare hat übringens, viele Stunden gedauert. Da waren schon einige andere Kommentare, die nach meinem eingegangen sind veröffentlicht. Mir ist dann aufgefallen das Louis auf meinen Kommentar geantwortet hat und so habe ich meinen Kommentar doch noch irgendwo ganz oben gefunden. Ein Schelm wer böses dabei denkt ....
@Sam Fisher
geschrieben von Hackwar, 04.10.2007
Hi Sam Fisher,
1. Das Core Team besteht aus mehr als nur 3 Personen, im gegenteil. Die Leute, die auf der joomla.org seite als aktive Core Leute aufgeführt sind, sind auch weiter an Joomla beteiligt.

2. Ich reise nicht dauernd rum und ich tipp mir die Finger wund um hier die Bugs zu fixen. Genauso wie die meisten anderen von der Dev WG. 402 Commits im September alleine sollten eigentlich genug sein um zu attestieren, das die Dev WG nicht auf der faulen Haut liegt. Wenn die Q&T WG dann aber es nicht einmal schaft meine gut 60 commits zu checken, dann ist das ein Armutszeugnis.
Selbst wenn Leute wie Johan, Wilco und Louis öfters auf repräsentativen Veranstaltungen unterwegs sind, dann heist das noch lange nicht, das die anderen 20 Leute in der Dev WG in der Zeit die Hände in den Schoß legen.

3. Was soll das Q&T Team denn machen? Das Q&T Team soll ordentlich testen. Das was wir seit Monaten machen ist einzig und allein die spontan Fehlermeldungen von Usern abarbeiten. Ausser Leuten wie Robin und leadict hat niemand sich mal hingesetzt und stringent zum Beispiel einmal alle Ansichten auf ihre Seiten-Titel überprüft oder einfach mal alle Parameter getestet, ob sie denn korrekt zueinander funktionieren. Nicht einmal eine erste Sichtung der Bug Reports im Forum haben die Q&T Leute geschafft. Ich darf mich dann durch 8 Seiten Foren Threads momentan kämpfen und dort erstmal 30 alte Threads als erledigt markieren und verschieben.

Generell an alle: Wenn man keine Ahnung hat, was hinter den Kulissen passiert ist, dann sollte man sich mit wilden Vermutungen zurück halten. Ich zitiere hier nicht Dieter Nuhr...
Alle, die sich aufregen weil zwei inaktive Working Groups geschlossen wurden, sollen sich bitte einmal hinsetzen und einmal nachschauen, wo was wie passiert ist. Und dann evtl. einmal nachfragen, was denn da passiert ist. Ich will hier nicht mit virtuellen Schwanzvergleichen anfangen.
...
geschrieben von Stephan, 04.10.2007
Ist ja eigentlich nicht meine Baustelle, aber
Wenn man keine Ahnung hat, was hinter den Kulissen passiert ist, dann sollte man sich mit wilden Vermutungen zurück halten.
Problem scheint doch hier auch wieder gewesen zu sein, dass keinerlei Kommunikation stattgefunden hat. Oder warum behauptet dann Sören
Ich kann bestätigen, dass vorher nicht einmal der Versuch unternommen wurde, das seit ca. 6 Wochen eingeschlafene Q&T Team wieder zum Leben zu erwecken.
?
Naja, jeder wie er es mag...

@Hackwar: Ein paar Anmerkungen
geschrieben von Admin, 07.10.2007
Hallo Hannes,

ein Grundproblem bei Eurer QS ist vielleicht, dass kein richtiges Konzept dahinterzustehen scheint. Punktuelles Reagieren auf individuelle Bugreports ist nur ein Teil der Sache (und natürlich ist es frustrierend, wenn nicht mal das abgearbeitet wird). Aber eine systematische QS setzt viel früher an:

- klare Rollenverteilung im Projekt: Aufgaben der Entwickler, Aufgaben der QS festlegen
- Definition von Testfällen
- z.B.: Entwickler beschreibt kurz, wie eine neue Funktionalität oder ein Bugfix aussehen soll / QS erteilt nach Prüfung dafür die Abnahme
- Durchtesten von Standard-Funktionalität, hierfür kann man wunderbar automatisierte Tools einsetzen - das hätte z.B. in 1.0.11 oder 1.0.13 verhindert, dass unausgereifte Releases erscheinen
- Gezieltes, individuelles Nachtesten von Bugfixes und neuer Funktionalität
- QS kann in Absprache mit der Projektleitung die Herausgabe eines Releases verhindern, wenn schwere Fehler festgestellt wurden

Die Kollegen von Mambo sprechen zu Recht von "the most important uncool job". Mit der Hinterlegung solcher Strukturen kann man aber die Effizienz und die Motivation der Beteiligten erheblich steigern.

Wenn man keine Ahnung hat, was hinter den Kulissen passiert ist, dann sollte man sich mit wilden Vermutungen zurück halten.

Das ist das übliche Totschlagargument, das gebetsmühlenartig immer dann genannt wird, wenn Kritik von außen kommt. Es zieht nicht. Wäre es gültig, dann dürfte sich niemals irgendjemand kritisch über irgendetwas äußern. Auch das Projekt Joomla muss sich daran messen lassen, was es tut und was es nach außen hin sagt - so wie jeder andere von uns auch.

Viele Grüße,
Klaus
von jemanden der gar keine Ahnung hat
geschrieben von Gerald Kaufmann, 22.12.2007
mit Interesse verfolge ich die oben dargelegte Diskussion. Ich als "Nur-Webmaster" kann dazu nur sagen, dass mir im Prinzip das Leben mit Joomla nicht gerade leicht gemacht wird. Bei der Versionsnummer 1.0.X wächst das "x" immer mehr, ohne dass sich groß an den Funktionen etwas ändert oder verbessert. Gut, Fehler werden korrigiert, dafür kommen dann neue Fehler dazu.
Die Krönung war sicherlich die letzte Version, in der man regelmäßig aus dem Backend geworfen wurde wenn man eine Aktion beendete. So was fällt natürlich bei der Entwicklung nicht auf.

Dass SEF zu einem CMS gehört, dürfte mittlerweile bekannt sein, um so mehr ist es für mich ein Problem, dass mein ARTIO JoomSEF nicht mit meiner Joomla 1.0.13 Version zusammenarbeitet. Fehlerhafte Darstellung von Unterseiten ist die Folge. Bitte kommt jetzt nicht alle und erzählt mir: Ätsch hast halt das falsche SEF ausgewählt. Zweieinhalb Möglichkeiten waren vor ca. einem Jahr verfügbar, ich musste mich zwischen Pest und Cholera entscheiden!

Eine funktionierende SEF ? Funktion hätte nach meiner Meinung gleich in die Joomla 1.0.x gehört, genauso wie ein Google-Sitemap. Diese findet man nicht mal in der neuen 1.5 Version. Toll! So hält man buchstäblich alle Webdesigner damit beschäftigt, diese Komponenten nach zu installieren samt extra Sprachdateien und weiteren Brückenelementen.

Streckenweise kam es mir so vor, dass Joomla buggy sein sollte, damit echte Webdesigner genügend Gelegenheit haben, doch noch Aufträge zu bekommen. Das here Ziel der Entwickler scheint doch eigentlich zu sein, Open Source Software zu erstellen. Ich bin mal gespannt wer in Zukunft das Rennen macht: Bockige Wegdesigner, die Angst um ihre Einnahmen haben oder Core-Entwickler, die der Welt ein offenes CMS zur Verfügung stellen wollen.

Verlierer bleibt der Hobbywebseitenbetreiber, der gewissenhaft updatet und anschließend unter Google ? Webmaster alle seine Einträge bei den Web-Crawl-Fehlern wiederfindet.

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