
Im letzten Artikel hatte ich schon geschrieben, dass die Ablösung von OpenSEF ansteht; dies habe ich heute nun auch auf dem Produktionsserver vollzogen. Für die, die es interessiert, habe ich hier die Vorgehensweise bei der Übernahme der alten URLs aus OpenSEF zu sh404SEF beschrieben.
Es ist bekannt, dass das gute alte OpenSEF nicht weiterentwickelt wird. In der letzten Zeit hat sich jedoch mit sh404SEF ein mehr als würdiger Nachfolger entwickelt: Es ist kostenlos, vielseitig konfigurierbar, durch einen eingebauten URL-Cache sehr performant, enthält anders als Artio JoomSEF keine versteckten Werbelinks und bietet inzwischen deutlich mehr ausgeklügelte Funktionen als OpenSEF.
Für Anwender von Joomla 1.0.x ist sh404SEF deswegen die erste Wahl, wenn es darum geht, die Schwächen in Joomlas Suchmaschinentauglichkeit auszubügeln.
Die Migration der URLs von OpenSEF zu sh404SEF ist nicht schwierig, aber die Vorgehensweise ist nirgends genau dokumentiert. Deshalb hier ein kurzes Rezept für den Umstieg.
Zunächst die aktuelle Version von sh404SEF hier herunterladen.
Dann ins Administrationsbackend einloggen und Components / OpenSEF / Manage Friendly URLs aufrufen. Hier zunächst die Datenbank von etwaigen geloggten Müll-URLs bereinigen: “Select Filter” auf “Unmapped” stellen und alle FURLs, die mit (Undefined) gekennzeichnet sind, löschen. Anschließend zusätzlich auf der linken Seite “Delete All Invalid” anklicken.
Jetzt können die URLs aus OpenSEF exportiert werden. Dazu links auf “Tools and Utilities” klicken und dann auf “Import/Export Data”. (Nicht wundern, wenn das etwas länger dauert – die Komponente versucht eine Verbindung zum Heimatserver aufzubauen, um nachzusehen, ob Updates verfügbar sind – aber der Heimatserver von OpenSEF existiert ja nicht mehr, deswegen wird irgendwann eine harmlose Fehlermeldung erscheinen.)
Nun im unteren Bereich unter “Export Data” in der Klappliste folgenden Eintrag auswählen: “SQL (Structured Query Language) CSV”, rechts daneben den Radiobutton “Friendly URLs” anklicken und schließlich auf “Export”.

Die dann erzeugte Datei auf die Festplatte herunterladen.
Jetzt die Seite am besten in den Wartungsmodus versetzen, d.h. unter Site / Global Configuration den Offline-Modus anschalten. Anschließend kann OpenSEF deinstalliert werden. Nochmal kurz hinterherwinken, und dann sh404SEF installieren.
In der Konfiguration von sh404SEF den “Advanced Mode” einschalten, damit alle Optionen sichtbar werden. Anschließend auf “URL Import / Export” klicken.

Dort nun im unteren Dateiauswahlfeld die heruntergeladene Datei mit den URLs von OpenSEF auswählen und auf “Import redirections from OpenSEF” klicken.

Fertig! Fast zumindest, denn jetzt sollte man sich noch ein wenig der weiteren Konfiguration von sh404SEF widmen und die Regeln für die Erzeugung der URLs so einstellen, wie sie unter OpenSEF definiert waren – also z.B. ob die Section- oder Kategorienamen in die URL aufgenommen werden sollen oder nicht.
Wichtig auf dem Reiter “Advanced” der Konfiguration: Den Eintrag “Rewriting Mode” auf “with .htaccess (mod_rewrite)” stellen, sonst unterscheiden sich die neuen URLs von den alten, mit OpenSEF erzeugten.
sh404SEF bietet darüber hinaus noch jede Menge weitere sinnvolle Einstellmöglichkeiten, etwa für Metatags und Sicherheit.
Zum Schluss nicht vergessen, die Seite vom Wartungsmodus wieder in den Online-Modus zu schalten. ![]()
Noch ein Tipp. Sollte unterwegs einmal im Frontend folgender Fehler auftauchen:
DB function failed with error number 1065
Query was empty SQL=
… so liegt das an einem kleinen Fehler in sh404SEF, der im nächsten Release behoben sein wird. Abhilfe: Für die betroffenen Bereiche in der Joomla-Administration den Parameter “Category name linkable” auf “No” stellen.

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