Hochwertiges Design für deine Website ist teuer.
Hochwertiges Design für deine Website ist nicht teuer.
Beide Sätze sind wahr. Der offenkundige Widerspruch löst sich durch ein pfiffiges Geschäftsmodell auf. Aber eines nach dem anderen.
Hochwertiges Design für deine Website ist teuer.
Grafische Fähigkeiten einmal sowieso vorausgesetzt, gehört eine Menge Hintergrundwissen dazu, ein Layout so in Form zu bringen, dass es für gute und schlechte Browser gleichermaßen tauglich ist und gleichzeitig womöglich noch den Webstandards Genüge tut.
Die Kreativität, das Wissen und die Fleißarbeit, das ausgiebige Durchtesten auf verschiedenen Plattformen und in verschiedenen Browsern: All das hat und kann man entweder selbst – oder man lässt sich helfen. Gute Arbeit hat wie überall ihren Preis: Ein gutes und individuelles Design für deine Website kannst du nicht im dreistelligen Euro-Bereich erwarten.
Schlechtes Design für deine Website gibt’s umsonst.
Eine Alternative für Grafik- und CSS-Grobmotoriker wie mich könnte sein, eines der vielen hundert frei herunterladbaren Joomla-Templates zu verwenden und ein wenig abzuwandeln. Aber zwei Gründe sprechen dagegen:
- Soll deine Seite wirklich so aussehen wie viele, viele andere? So dass man schon auf zwei Kilometer gegen den Wind erkennt, dass es sich um das x-te Joomla-basierte Portal handelt?
- Die Qualität der allermeisten freien Templates (ich wage mal eine Zahl von mindestens 90% zu nennen) ist eher unterirdisch. Sicher ist es sehr nett und anerkennenswert, wenn Leute ihre Schöpfungen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.
Aber oft hapert es schon an den grafischen Qualitäten. Und wenn man im Quelltext dann noch auf Tabellensuppe stößt, ist schnell klar, dass man für etwas anspruchsvollere Projekte doch andere Maßstäbe anlegen sollte. Und selbst wenn es um die eigene Low-Budget-Hobby-Seite geht – einen gewissen Anspruch stellt man doch schon, oder?
Hochwertiges Design für deine Website ist nicht teuer.
Hier kommen die Template-Clubs ins Spiel. Sie schließen die Lücke zwischen den beiden Extremen: Zu verkraftbaren Preisen kommt man in den Genuss fertiger Templates, die meist sehr gut aussehen und Features aufweisen, die sie von der Masse abheben.
Auch diese Templates können und sollten natürlich individuell abgewandelt werden. Die Gefahr der optischen Verwandtschaft zu anderen Websites ist gering: Die Zahl derer, die solche kostenpflichtige Club-Templates einsetzen, ist erheblich niedriger.
Praktisch alle Template-Clubs bieten mehrere Preismodelle zur Auswahl. Zu Preisen ab etwa 40 Dollar erkauft man sich eine dreimonatige Mitgliedschaft, ab ca. 70 Dollar ist man für ein Jahr dabei.
Pfiffig dabei: Man hat Zugriff auf alle bislang überhaupt veröffentlichten Templates, plus auf diejenigen, die während der Dauer der Mitgliedschaft veröffentlicht werden.
Ein Blick ins Kleingedruckte der Anbieter verrät, auf wie vielen Domains man die Templates einsetzen darf – das unterscheidet sich je nach Preismodell.
Für Webworker, die des öfteren Club-Templates für Websites ihrer Kunden einsetzen möchten, gibt es darüber hinaus Profi-Modelle, die preislich höher liegen, aber in der Regel die Zahl der verwendeten Templates nicht einschränken.
Das muss ich haben.
Mit der zunehmenden Popularität von Mambo und später Joomla haben sich im Laufe der Zeit etliche Template-Clubs etabliert. Die besten darunter haben sich zu größeren Communities entwickelt und liefern sich inzwischen wahre Feature- und Qualitäts-Schlachten, um ihre Position am Markt zu halten.
Man werfe auf den einschlägigen Demo-Seiten einmal einen Blick auf die Historie der angebotenen Templates: Dort wird man schnell erkennen, dass die Qualität immer mehr steigt und die Konfigurationsmöglichkeiten immer ausgefeilter werden.
Und im Rahmen des Konkurrenzdrucks sind manche Clubs dazu übergegangen, doppelt so oft neue Templates zu veröffentlichen wie andere – bei vergleichbaren Preisen.
Eine eher rhetorische Frage: Wem nützt das Ganze? Natürlich uns, den Kunden. Für einen vertretbaren Obolus kommt man in den Genuss teilweise wirklich edler Templates. Und ein Ende des Konkurrenzkampfes ist nicht abzusehen.
Die Template-Clubs, die derzeit – meiner bescheidenen Meinung nach – den besten Gegenwert fürs Geld bieten, sind:
- RocketTheme von Andy Miller, einem Core-Developer von Joomla
- JoomlArt in Vietnam.
Das sind Reflinks. Ich verspreche Euch aber, dass es nicht weh tut (und Euch auch nicht mehr Geld kostet), über diese Reflinks dorthin zu gehen. ![]()
In Kürze werde ich in einem weiteren Beitrag diese beiden Template-Clubs noch etwas genauer unter die Lupe nehmen. Bis dahin viel Spaß beim Stöbern – gutes Design muss eben doch nicht teuer sein.

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