Nach meinem arbeitsreichen Migrations-Wochenende kommt hier für Gleichgesinnte eine Übersicht der Vorgehensweise. Vielleicht kann ja manch einer etwas damit anfangen. Ausgangslage: Das alte Blog lief auf einer sicherheitsgepatchten Fossil-Version Joomla 1.0.13 (jaja, ich weiß). Alle Blogfunktionalitäten, die über die rückwärts chronologische Darstellung von Beiträgen hinausgingen, waren durch Joomla-Extensions angeflanscht (Kommentare: JomComment, Ping: Weblog Ping, usw.). Aufgabenstellung: Ohne mühselige Copy&Paste-Arien die Inhalte auf WordPress 3 migrieren. Weiterlesen: [Migration von Joomla 1.0.x nach WordPress 3] … zumindest auf diesem Blog. Seit heute läuft es mit WordPress. Nach fast einem Jahr des Nichtbloggens und meiner immer geringer werdenden Sympathie zu Joomla werde ich hier in Zukunft die Themen etwas weiter fassen. Es gibt ja schließlich nicht nur Joomla, Mambo usw. In den letzten Monaten habe ich mich intensiv mit vielen anderen Technologien und Konzepten beschäftigt, über die es auch vieles zu schreiben gibt. Leider konnten bei der Umstellung die bisherigen Kommentare nicht mit transferiert werden. Tut mir leid, Leute. Aber das bringt dieser Neustart leider mit sich. Die Links klemmen hier und da vielleicht auch noch ein wenig. Auf ein Neues!  Nach der kürzlichen Schreckensmeldung hat Yannick Gaultier nun ein Update über die Zukunft von sh404SEF herausgegeben. Demnach ist er in den letzten Tagen sehr schnell von einigen Interessierten kontaktiert worden. Dabei darf man getrost zwei Dinge annehmen: - Es werden sich sicherlich einige Idealisten, die nicht das nötige Durchhaltevermögen besitzen, gemeldet haben.
- Yannick wollte auf jeden Fall verhindern, dass seine wertvolle Extension, an der sein Herz hängt, ein ähnliches Schicksal wie OpenSEF oder dessen kümmerliche Nachfolger erleiden.
Wie er nun schreibt, hat er eine Vereinbarung mit einer “established Joomla company” — also einer bekannten Firma aus dem Joomla-Umfeld — getroffen, die die Weiterentwicklung von sh404SEF sicherstellen soll — und zwar mit Yannick selbst als Hauptentwickler. Wie das trotz seines Zeitmangels funktionieren kann, bleibt abzuwarten. Ebenso die Modalitäten, unter denen sh404SEF küftig erhältlich sein wird. Ich für meinen Teil bin sehr neugierig, wer denn wohl diese “bekannte Firma” sein mag und welches Modell die Zukunft von sh404SEF sichern soll. All diese Dinge, dieses Auf und Ab, das Entwickeln und Wieder-Einstellen von Aktivitäten, sind im OpenSource-Umfeld keine Überraschung und eine ganz natürliche Sache: Hier gibt es keine langfristigen “Verträge”, bei denen man einen “Lieferanten” zur Leistung verpflichten kann. Dafür, dass uns Webmastern gute Extensions oft unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, müssen wir uns auch im Klaren darüber sein, dass es keine Garantien gibt. Gar keine. Schreck für die Nutzer der beliebten Extension sh404SEF: Der Autor Yannick Gaultier hat gestern bekanntgegeben, dass er aus persönlichen Gründen keine Zeit mehr für die Weiterentwicklung findet. sh404SEF ist eine der besten und verlässlichsten Extensions für Joomla. Neben der Erzeugung nutzerfreundlicher, eindeutiger URLs — die Joomla immer noch nicht ausreichend beherrscht — stellt sh404SEF ein wahres Schweizer Taschenmesser für Joomla-Webmaster dar und wartet mit einer ganzen Reihe nützlicher Features auf. Weiterlesen: [Ungewisse Zukunft für sh404SEF] Im Januar hatte ich einen Artikel über einen Fehler in Joomlas Cache-Verwaltung geschrieben, der zur Folge hat, dass sich im Dateisystem hunderte oder gar tausende unnützer Datei-Leichen ansammeln.
Mittlerweile gibt es Abhilfe. Die kommt erstaunlicherweise nicht vom Joomla-Team selbst — das dieses Verhalten offenbar nicht als Fehler ansieht — sondern von einem anderen Entwickler. Weiterlesen: [Wie man Joomlas Cache automatisch aufräumt] Seien wir mal ehrlich: Für uns einfache Joomla-Webmaster besteht in der täglichen Anwendung doch kein rechter Unterschied zwischen Joomla 1.0 und 1.5. Die konkreten Vorzüge von 1.5 halten sich in sehr engen Grenzen. Ja, 1.5 wurde komplett neu geschrieben und hat deswegen furchtbar lange gebraucht, das wissen wir alles, aber wo sind eigentlich die ins Auge springenden tollen Features gegenüber der Vorversion, die uns als Webmaster bei der ständigen Arbeit unterstützen und von denen wir unseren Kollegen abends am HTML-Stammtisch begeistert und mit glänzenden Augen berichten? Es gibt kaum welche. Das soll sich mit Joomla 1.6 ändern. Weiterlesen: [Endlich Innovation bei Joomla 1.6] Da hatte ich – es ist schon bald drei Jahre her – in einem älteren Artikel über Joomla einmal geschrieben: Joomla may be Open Source, but it’s a closed project. Zwar in einem anderen Zusammenhang (auf die Informationspolitik des Projekts bezogen), aber man konnte das auch durchaus auf die Weiterentwicklung des Quellcodes münzen. Code wurde in den geschlossenen Kammern des Core-Teams fabriziert und nirgendwo sonst.
Andere Open-Source-Projekte wie z.B. Drupal halten es da anders: Hier kann jedermann Fixes, Patches und pfiffige Ideen einreichen – mit einer guten Chance, dass sie veröffentlicht werden. Nun saßen die Entwicklungs-Koordinatoren im heißen Australien einige Tage beieinander, und ich bin sehr verwundert, dass die teils sensationellen Ergebnisse in der Joomlasphere nach über einer Woche immer noch praktisch nicht diskutiert werden. Vielleicht, weil der zugehörige Bericht den drögen Titel Ergebnisse des Gipfeltreffens der Entwicklungskoordinatoren trägt? Weiterlesen: [Öffnet sich Joomlas Entwicklungsprozess?] Bei vielen Open-Source-Projekten herrscht Kommen und Gehen. Entwickler arbeiten eine Zeitlang mit, wenden sich dann wieder anderen Prioritäten zu – das ist völlig normal, denn normalerweise leisten sie ihren Beitrag in ihrer Freizeit. Bei Joomla ist das nicht anders – wer neulich noch Lead Developer war, kann morgen schon in der Versenkung verschwunden und durch jemand anderen ersetzt worden sein. Im Laufe der Jahre hat Joomla ein reges Hin und Her von Beteiligten erlebt. Die "Hall of Fame" des Projekts legt davon ein Zeugnis ab. Und manchmal kommen sie wieder. Weiterlesen: [Player und Influencer bei Joomla] Nach der Abspaltung von Mambo war es relativ ruhig um MiaCMS gewesen. Die Entwicklung lief kontinuierlich weiter, aber man machte kein großes Tamtam um das Projekt. Dass die Arbeit der letzten Monate sich ausgezahlt hat, zeigt sich an dem vor drei Tagen erschienenen Release 4.8, das einen echten Knaller enthält. Weiterlesen: [MiaCMS 4.8 bringt Content-Versionierung] | | |
Letzte Kommentare