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13.01.2006 |
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Wir erinnern uns: Das ganze Drama um Mambo und Joomla entstand aus dem Streit über die Mambo Foundation und den dahinterstehenden Sponsor Miro; seinerzeit hatte ich ausführlich darüber berichtet - und auch darüber, wie Stiftungen den passenden Überbau für Open Source-Projekte schaffen können. In der aktuellen "Linux Professionell" 1/2006 finden sich zwei interessante Artikel zu genau diesem Thema: - In "Inside Open Source" auf Seite 22 wird über das Verhältnis zwischen OpenOffice.org und Sun, Debian und HP und weitere Kooperationen berichtet. Als Beispiel wird insbesondere die Dualität zwischen freien Community-Versionen und kostenpflichtigen Enterprise-Versionen genannt - wie etwa bei RedHat, Fedora und Suse.
Als Fazit wird herausgestellt, dass sowohl Sponsoren als auch Anwender von dieser Vorgehensweise profitieren können - aber auch, dass die Geldgeber einen nicht unbeträchtlichen Einfluss auf die Weiterentwicklung erlangen können. - In dem sich auf Seite 24 anschließenden Artikel "Gute Zusammenarbeit" kann man ausführliche Erfahrungsberichte von Insidern zweier solcher Projekte - OpenOffice.org und OpenSuse - nachlesen. Hier werden Einblicke in Aspekte wie Mitspracherecht der Community, Qualitätssicherung und Kommunikation gegeben.
Für Interessierte sind die beiden Artikel lesenswert. Übrigens ist es mir bei einer kurzen Recherche nicht gelungen, einen eigenen Internetauftritt der "Linux Professionell", die von VNU herausgegeben wird, ausfindig zu machen. |
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14.12.2005 |
... zumindest werden sie nun so behandelt. Die Volksvertreter im EU-Parlament haben beschlossen, allen denjenigen, die sie vertreten, grundsätzlich zu misstrauen. Heute wurde in Straßburg die neue EU-Richtlinie zur Ausdehnung der Telekommunikationsüberwachung mit komfortabler Mehrheit beschlossen. Damit werden sämtliche Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen dazu verpflichtet, für einen bestimmten Zeitraum - je nach EU-Land zwischen sechs Monaten und zwei Jahren - alle angefallenen Daten zu speichern und auf Verlangen der Polizei oder den Geheimdiensten herauszugeben. Das umfasst alle Verbindungsdaten via Telefon, Handy, SMS, E-Mail, Fax und Web. Wir stehen zukünftig unter Generalverdacht. Neben dem erheblichen wirtschaftlichen Schaden - denn die Provider müssen die Vorratsdatenspeicherung auf eigene Kosten durchführen - wiegt noch viel schwerer, dass die Demokratien des "alten Europa" damit einen ihrer grundsätzlichen Wesenszüge beseitigt haben. Flächendeckende Überwachung verträgt sich nicht mit der Freiheit des Einzelnen. Willkommen im totalüberwachten Europa. Die von mir gewählten Volksvertreter misstrauen mir? Nun, ich misstraue ihnen auch. Und zwar gewaltig. Kein Christdemokrat oder Sozialdemokrat wird unter diesen Umständen noch einmal auf meine Stimme rechnen können. |
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17.11.2005 |
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Im August hatte ich über Patrick Albers berichtet, der das Opfer einer grotesken Abmahnung geworden war. Nun hat es sich ausgezahlt, dass er nicht klein beigab, sondern sich auf die Hinterbeine stellte: Gestern hat ihm das Landgericht Hamburg rechtgegeben, die Abmahnung als unberechtigt und rechtsmissbräuchlich bezeichnet und die Gegenseite zur Übernahme aller gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten verdonnert. Näheres dazu findet sich auf Patricks Seiten sowie bei seinem Anwalt Dr. Martin Bahr. Wenn man die Informationen zu dieser Abmahnung nachliest, bleibt der sehr starke Eindruck hängen, hier habe jemand versucht, einem vermeintlich leicht einzuschüchternden privaten Webmaster überhöhte Kosten abzupressen - in der Hoffnung, er werde sich nicht wehren. Auf dieser Masche beruhen viele Abmahnungen in Deutschland, was die rechtsstaatliche Qualität dieses Instruments - eigentlich im positiven Sinne als vorgerichtliches Klärungsmittel gedacht - vernichtet hat und es mittlerweile zu einem Missbrauchsmittel erster Güte hat werden lassen. Mit seiner Unbeugsamkeit hat Patrick dazu beigetragen, dass die Abmahnwelle nun vielleicht ein wenig zurückgedrängt wird. Abmahnungen sind nun plötzlich nicht mehr eine risikofreie Möglichkeit zur Abzocke. In diesem Sinne herzlichen Dank an Patrick für den Präzedenzfall. |
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20.09.2005 |
Nachdem kürzlich zum Firmenjubiläum bereits eine werbefreie Vollversion von Opera verschenkt wurde, hat man nun offenbar die Geschäftsphilosophie komplett umgestellt und bietet den Browser künftig auch ohne die Werbeeinblendungen kostenlos zum Download an. Ob zuviele User zum OpenSource-Renner Firefox abgewandert waren? |
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15.08.2005 |
Patrick Albers, der ein privates Forum betreibt, war im Juni 2005 Opfer eines Abmahnanwalts geworden. Er ließ sich jedoch nicht unterkriegen und setzte sich zur Wehr. Nachdem die Gegenseite darauf nichts mehr von sich hören ließ, will er es nun genau wissen: Gemeinsam mit seinem Anwalt hat er heute eine negative Feststellungsklage eingereicht, um für die Zukunft mehr Rechtssicherheit für Internet-Communities zu schaffen. Ich wünsche Patrick viel Erfolg. |
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