Webserver-Backup für Dummies 2: Backup in der Cloud

Nachdem ich im ersten Teil beschrieben habe, wie ich automatisch lokale (d.h. auf  dem Server selbst liegende) Sicherungen wichtiger Dateien und der Datenbanken erzeuge, wird es nun Zeit, das Ganze zu einem “echten” Backup auszubauen.

Natürlich empfiehlt es sich, die Sicherungen herunterzuladen und auf dem heimischen PC nochmals abzulegen. Aber wie es der Zufall will, kann es passieren, dass man einmal etwas wiederherstellen muss, wenn man gerade unterwegs ist und nur ein Notebook mit UMTS – oder noch schlimmer, nur ein Internet-Cafe – zur Verfügung steht. Mit diesen Mitteln kommt man vielleicht per Putty auf den Server, aber nicht an die Backups, die jetzt so dringend nötig wären.

Die hier vorgestellte Lösung kommt, wenn sie fertig eingerichtet ist, mit einem Shell-Zugang auf den Server aus, um jede beliebige Datei, Datenbank oder auch ganze Verzeichnisse wiederherstellen zu können. Um sie nutzen zu können, ist ein Root-Zugang auf dem Server oder VPS erforderlich. Und wieder gelten alle hier gemachten Angaben für Debian.

Die Sicherungen selbst werden wir bei Amazon S3 lagern, in der Cloud also. Damit keine unbefugten Augen unsere Daten ausspähen, werden wir alles verschlüsseln. Amazon garantiert eine Verfügbarkeit von 99,99% (das ist deutlich besser als bei den meisten Webhosting-Providern), und auch wenn es sich hierbei um einen bezahlten Service handelt, liegen die monatlichen Kosten tatsächlich nur im Pfennigbereich. (Eine Preisübersicht findet sich hier.)

Abgeschaut habe ich mir die Vorgehensweise in einem Posting von Michael Martin (ProBlogDesign) und gebe die nötigen Schritte hier mit Michaels freundlicher Genehmigung übersetzt und etwas erweitert wider.

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