Den Hauptspeicher von Webservern entschlacken

Mal ehrlich: Viele von uns sind froh, wenn sie einen Webserver halbwegs unfallfrei betreiben können. Die gängigen Linux-Distributionen machen es einem leicht, schnell ein funktionierendes System mit Apache, PHP und MySQL aufzusetzen.

Doch die Standard-Einstellungen sind oft optimierungswürdig. Zwei einfache Möglichkeiten, den RAM-Bedarf des neuen, hochglänzenden Servers auf debian-artigen Distributionen erheblich zu reduzieren, zeige ich Euch hier.

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Webserver-Backup für Dummies 2: Backup in der Cloud

Nachdem ich im ersten Teil beschrieben habe, wie ich automatisch lokale (d.h. auf  dem Server selbst liegende) Sicherungen wichtiger Dateien und der Datenbanken erzeuge, wird es nun Zeit, das Ganze zu einem “echten” Backup auszubauen.

Natürlich empfiehlt es sich, die Sicherungen herunterzuladen und auf dem heimischen PC nochmals abzulegen. Aber wie es der Zufall will, kann es passieren, dass man einmal etwas wiederherstellen muss, wenn man gerade unterwegs ist und nur ein Notebook mit UMTS – oder noch schlimmer, nur ein Internet-Cafe – zur Verfügung steht. Mit diesen Mitteln kommt man vielleicht per Putty auf den Server, aber nicht an die Backups, die jetzt so dringend nötig wären.

Die hier vorgestellte Lösung kommt, wenn sie fertig eingerichtet ist, mit einem Shell-Zugang auf den Server aus, um jede beliebige Datei, Datenbank oder auch ganze Verzeichnisse wiederherstellen zu können. Um sie nutzen zu können, ist ein Root-Zugang auf dem Server oder VPS erforderlich. Und wieder gelten alle hier gemachten Angaben für Debian.

Die Sicherungen selbst werden wir bei Amazon S3 lagern, in der Cloud also. Damit keine unbefugten Augen unsere Daten ausspähen, werden wir alles verschlüsseln. Amazon garantiert eine Verfügbarkeit von 99,99% (das ist deutlich besser als bei den meisten Webhosting-Providern), und auch wenn es sich hierbei um einen bezahlten Service handelt, liegen die monatlichen Kosten tatsächlich nur im Pfennigbereich. (Eine Preisübersicht findet sich hier.)

Abgeschaut habe ich mir die Vorgehensweise in einem Posting von Michael Martin (ProBlogDesign) und gebe die nötigen Schritte hier mit Michaels freundlicher Genehmigung übersetzt und etwas erweitert wider.

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Webserver-Backup für Dummies 1: Lokales Backup

Heute geht es um ein ausgesprochen lästiges Thema. Dies ist die dunkle Seite des Webmaster-Daseins. Das unkreative Pflichtprogramm. Schrecklich, im Ernst.

Backups sind ja bekanntlich was für Feiglinge. Aber diejenigen unter uns, die einen Webserver betreiben, kennen vielleicht das Gefühl, das einen beschleicht, wenn die Kiste auf einmal nicht mehr erreichbar ist:

Ups. Ob nur der Apache abgestürzt ist? Oder ist es etwas Schlimmeres? Hat vielleicht das Script, das ich vorgestern installiert habe, Fürchterliches angerichtet? Oder ist die Festplatte / das Mainboard / eine andere wichtige Komponente abgeraucht?

Herzschlag und Körpertemperatur steigen. Adrenalin wird ausgeschüttet. Wir gehen nervös auf und ab. Die beste Ehefrau von allen beginnt zu fragen, ob alles in Ordnung ist.

Irgendwann hat dann der Hosting-Provider die Maschine gebootet, die Website ist wieder da, und wir beruhigen uns allmählich.

Dass der letzte Zeitpunkt, an dem wir alles per FTP runtergesichert haben, vielleicht schon die eine oder andere Woche her ist, rückt erst einmal wieder in den Hintergrund, und wir sagen uns, na klar müssen wir uns dann mal bald um eine gute Backup-Routine kümmern. Aber da im Augenblick erstmal wieder alles funktioniert, hat das ja noch einen Moment Zeit. Und so lehnen wir uns wieder zurück – bis zum nächsten Adrenalinschub.

So, ihr Prokrastinatoren dieser Welt. Das ist unverantwortlich. Und ihr wisst es.

Shared Hosting

Wer auf einem Shared-Hosting-Account unterwegs ist, kann sich schlimmstenfalls nicht auf ein providerseitiges Backup verlassen. Wer die Möglichkeit hat, über eine Administrations-Oberfläche wie z.B. cPanel selbst Backups zu erstellen, sollte das tun – und sich die Backups in regelmäßigen Abständen herunterladen. Ansonsten eben per Handarbeit mit MySQLDumper und FTP. Das deckt bei Billighosting dann auch schon das Spektrum der Möglichkeiten ab. Ja, ihr Shared-Hosting-Kunden müsst euch zwingen, immer wieder diese lästige Aufgabe zu erledigen.

Der eigene Root-Server

Wer aber einen eigenen Server (oder auch einen VPS) mit Root-Zugriff betreibt, dem stehen weitreichende Alternativen zur Automatisierung von Backups offen. Und wer das nicht nutzt, ist selbst schuld. Vor allem, wenn mehrere Websites (und vielleicht sogar Kunden-Websites) auf dem Server gehostet werden. Aber es ist nicht wirklich schwierig. Das Root-Dasein bringt viele wunderbare Vorteile mit sich, und die werden wir nutzen. Dummerweise stößt man oft beim Recherchieren auf lauter Geek-Speak-Howtos, von denen man keine Ahnung hat, wie man sie für die eigene Situation konkret umsetzen kann.

Also genug der Vorrede – das hier heißt schließlich Klartext – und direkt zur konkreten Nutzung. Im ersten Schritt beschreibe ich, wie ich auf Root-Servern mit Debian vollautomatisch Backups wichtiger Dateien und der MySQL-Datenbanken in einem separaten Bereich auf dem Server anlege. Der zweite Teil des Artikels wird sich dann mit der weiteren Verarztung dieser Backups beschäftigen.

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